Modelleisenbahn, Modellkirmes und
Car System

 

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Faller Car System und DC-Car

Das DC-Car ist eine Digital-Version für angetriebene Modellfahrzeuge. Es sind mehr Funktionen als beim Faller Car System m&oumg;lich, allerdings ist der Preis auch hoch und die Fahrzeit sinkt wegen des erhöhten Strombedarfs, weshalb Akkus in Faller-Fahrzeugen bei der Nachrüstung auf jeden Fall getauscht werden sollten:

  • Abstandssteuerung: Durch Sender und Empfänger an den Fahrzeugen kommunizieren die Fahrzeuge untereinander und passen ihre Geschwindigkeit an, sodass Auffahrunfälle nicht mehr passieren.
  • Digitalsteuerung: Über eine Digitalzentrale wie die Uhlenbrock Intellibox können Befehle an die Fahrzeuge gesendet werden: Langsamer, schneller wie bei einer Lokomotive. Zusätzlich lassen sich über die Funktionstasten der Zentrale Fahrlicht, Blinker, Blaulicht, Frontblitzer, Innenbeleuchtung und weitere Lichtfunktionen schalten.
  • Beleuchtung: DC-Car stellt verschiedene Beleuchtungsanschlüsse zur Verfügung. Standard sind Fahrlicht (mit Spannungsversorgung 5V für weiße LEDs), Rücklicht, Bremslicht und Blinker.
  • Funktionsbausteine: Wer keine Digitalzentrale hat, kann die Fahrzeuge über eine Auswahl an Funktionsbausteinen schalten.
  • Eingebaute Fahrprogramme: DC-Car kann über in der Fahrbahn verborgene Magneten Funktionen auslösen. Es gibt Busprogramme, Einsatzfahrzeugprogramme und Müllautoprogramme.

MB Atego Wohnkoffer

Hersteller: Kirmeswelt Hamburg

Ein Schaustellerfahrzeug, wie es oft auf Kirmesplätzen zu finden ist. Das Fahrzeug ist neutral ohne einen Hinweis auf einen speziellen Schausteller ausgelegt.

Teileliste:

  • MB Atego Wohnkoffer, Kirmeswelt
  • Motor und Achse (System Faller)
  • Lenkachse Faller, mittlere Größe
  • Felgen und Gummireifen (Hinterachse)
  • DC-Car Decoder Version 4 mit Update-Buchse
  • Rückleuchtenträger mit IR-Sender, Bausatz
  • IR-Fototransistoren (Empfang)
  • 2x Akku 1450 mAh
  • Reed-Kontakt mit Booster-Magnet
  • Hallgenerator (externe Ereignissteuerung der eingebauten DC-Car-Programme)
  • Kleinteile: Ladebuchse, Schalter, Lochrasterplatine, Lackdraht

Teilekosten (2008): circa 100 Euro.

Das Fahrzeug von Kirmeswelt Hamburg basiert auf einem HERPA-Modell. Für den Umbau zum DC-Car sind gravierende Veränderungen am Chassis notwendig. Unter dem Führerhaus muss ein Loch für die Achshalterung gefräst werden und dann eine Aufnahme aus Polystyrolplatte für die Aufnahme der Achse gebaut werden. Damit der Motor liegend eingebaut werden kann, sind ebenfalls Aussparungen zu fräsen.

Auf dem Motor liegen dann die Akkus. Die Akkus haben ein so hohes Gewicht, dass sie den einfachen Faller-Antrieb haben blockieren lassen. Mit zusätzlichen Polystyrol-Achlagerungen habe ich das Problem lösen können. Die Akkus haben diese hohe Leistung, weil das Fahrzeug für den Messebetrieb konzipiert ist und eine lange Fahrzeit braucht.

Auf den Akkus befindet sich ein Stück Lochrasterplatine als Verteiler für Blinker, IR-LEDs etc. Der Decoder DC-04 befindet sich zwischen Akkupack und Führerhaus. Dort sitzt natürlich auch ein Fahrer.

Der Hallgenerator wird genutzt, um das Bus-Programm des DC-04 anzusteuern: Beim ersten Permanentmagneten (oder auch Stoppstelle) blinkt das Fahrzeug rechts ran, beim zweiten Magnetimpuls bleibt das Fahrzeug eine zeitlang stehen, blinkt dann Richtung Fahrbahn und setzt sich wieder in Bewegung.

Hallgeneratoren erkennen Nord-Süd-Felder oder Süd-Nord-Felder. So ist es möglich, zwei verschiedene Fahrzeuggattungen durch die Einbaurichtung des Hallgenerators zu bauen: Ich nutze eine Richtung für das Busprogramm und die andere Richtung für Einsatzfahrzeuge.

Der Original-Lenkmagnet von Faller wurde entfernt und durch einen Neodym-Magneten ersetzt. Neodym-Magneten haben ein wesentlich besseres Magnetfeld und finden so besser den Fahrdraht. Der Magnetträger kann etwas hochgebogen werden, sodass die Reibung geringer wird.

Standmodell (Herstellerfoto)

zerlegtes Modell

Ansicht von unten

Ansicht von hinten

Ansicht von unten

Ansicht von vorn

Scania 143 Streamliner Sylter Backfischrutsche

Hersteller: Kirmeswelt Hamburg

Das Schaustellerfahrzeug zum Fisch-Imbiss Sylter Backfischrutsche.

Teileliste:

  • Scania 143 Streamliner, Bezug bei Kirmeswelt Hamburg
  • Getriebemotor 1:90 und Achse
  • Lenkachse Faller, mittlere Größe
  • Felgen und Gummireifen (Hinterachse)
  • DC-Car Decoder Version 4 mit Update-Buchse
  • Rückleuchtenträger mit IR-Sender, Bausatz
  • Rückleuchtenträger, Bausatz
  • IR-Fototransistoren (Empfang)
  • 2x Akku 1450 mAh
  • Reed-Kontakt mit Booster-Magnet
  • Kleinteile: Ladebuchse, Schalter, Lochrasterplatine, Lackdraht
  • Mechanik: 3 Miniatur-Kugellager, Messingrohr 3 mm

Teilekosten (2008): circa 190 Euro.

Dieses Fahrzeug und der vorstehende Atego sind die ersten Fahrzeuge, die ich auch mechanisch umgerüstet habe. Vorher habe ich nur Faller-Modelle mit DC-Car aufgerüstet.

Zu Beginn war der Motor senkrecht eingebaut. Dies habe ich im Verlauf des Baus allerdings auf einen liegenden Motor umgebaut und eine senkrechte, kugelgelagerte Kabelführung eingesetzt.

Die folgenden Bilder zeigen Detailaufnahmen vom Motoreinbau und der Verkabelung der Zugmaschine. Um den Motor liegend einzubauen, ist der Aufwand wesentlich höher, da der Unterbau der Zugmaschine nicht aus einem Teil besteht, sondern aus vielen gesteckten Einzelteilen besteht. Hinterher müssen viele Teile geklebt werden, um noch eine ausreichende Stabilität zu haben und ein Auseinanderfallen der Maschine zu verhindern.

Der Kabelkanal besteht aus 3 Kugellagern und zwei Stücken Messingrohr, wie auf den Bildern zu sehen ist. Dies ermöglicht es dem Auflieger, sich in zwei Richtungen zu bewegen (links/rechts und auf/ab). Durch zwei Polystyrol-Führungen ist noch ein Verdrehen des Aufliegers gegen die Zugmaschine möglich.

Das darauf Folgende Bild zeigt einmal den gesamten LKW ohne Aufbauten mit der Ansicht von Elektronik, Mechanik und Verkabelung. Auch in diesem Fahrzeug steckt ein Streifen Lochrasterplatine, um einen Verteiler für die Verkabelung zu haben.

Die letzten drei Bilder zeigen die sogenannten Rückleuchtenträger. Das erste Bild zeigt die unbestückte Platine, dann die Vollbestückung am Auflieger mit 8 LEDs in Bauform 0603 (zwei Blinker, zwei Bremsleuchten, zwei Rückleuchten und zwei Infrarot-Sendedioden zur Kommunikation mit dem Folgefahrzeug).

Die Platinen sind sowohl als Bausatz als auch als Fertigteile erhältlich. Das Auflöten der LEDs in dieser Größe (Bauform 0603: 1,6 mal 0,8 Millimeter) erfordert Übung, zumal die Bauteilabstände sehr gering sind. Trotz meiner Erfahrung bei der Beleuchtung von Kirmesmodellen habe ich beim Bestücken der Rückleuchtenträger Kurzschlüsse fabriziert.

Standmodell (Herstellerfoto)

Ansicht Auflieger

Zugmaschine mit Motor senkrecht

Motor, liegend eingebaut

ZGM mit Gelenk und Kabelkanal

ZGM mit Lager

Ansicht von unten

Kabelsalat

Truck mit Elektronik

Beleuchtungsplatine

Heckbeleuchtung Auflieger

Heckbeleuchtung ZGM

Mercedes Bus "Wir kommen an jeden Fleck"

Hersteller: Faller

Fahrzeug aus einer Startpackung, die eine Zeit lang sehr günstig angeboten wurde.

Teileliste:

  • Fahrzeug mit Car System
  • DC-Car Decoder Version 2
  • Rückleuchten und IR-Sender
  • IR-Fototransistoren (Empfang)
  • 2x Akku 400 mAh (Conrad)
  • Hallgenerator
  • Kleinteile: Lochrasterplatine, Lackdraht

Teilekosten (2005): circa 100 Euro.

Mein erstes DC-Car-Fahrzeug aus dem Jahr 2005. 2008 wurde das Fahrzeug weiter beleuchtet. Hinzu kamen seitliche Begrenzungsleuchten und eine Innenbeleuchtung. Nachgerüstet wurde auch der Magnetsensor (Hallgenerator) zur Steuerung des Busprogramms.

DC-Car Linienbus Bild 1

DC-Car Linienbus Bild 2

VW LT 2 Ambulanzfahrzeug

Hersteller: Faller (Nummer 161438)

Teileliste:

  • Fahrzeug mit Car System
  • DC-Car Decoder Version 4
  • Rückleuchten, Blinker und IR-Sender
  • 2 LEDs blau, Bauform 0402
  • 4 LEDs blau, Bauform 0805
  • 2 LEDs weiß, Bauform 0805
  • Hallgenerator
  • IR-Fototransistoren (Empfang)
  • 1x Akku 1100 mAh (Conrad)
  • Kleinteile: Lochrasterplatine, Lackdraht

Teilekosten (2008): circa 130 Euro.

Mein neuestes DC-Car-Fahrzeug aus dem Dezember 2008.

Mechanische Umbauten: Das Plexiglasteil muss ausgesägt werden, sonst passt der Akku wegen der Höhe nicht. Bei Conrad gab es einen leistungsstarken Akku mit 1100 mAh, der genau in das Fahrzeug passt. Die Aussparungen für die Heckleuchten sind etwas aufgefeilt, damit die LEDs passen, die rote Plexiglaslampenattrappe muss ebenfalls zurecht gefeilt werden. Bei den Frontscheinwerfern sind auch nur noch die Kappen erhalten, der Zwischensteg ist aus Platzgründen entfernt. Das zweite Bild zeigt die Rückleuchten. Hier sind 2 rote und eine gelbe LED in Bauform 0603 jeweils auf einen 0,5-mm-Polystyrolstreifen geklebt und dann verlötet worden.

Das Fahrzeug nutzt alle 3 Blaulicht-Ausgänge des DC-04, wobei ein Blaulicht mit einem anderen gekoppelt ist. Zusätzlich verfügt das Fahrzeug über Frontblitzer in der Größe;e 0402. Achtung: Bauform 0402 ist nur etwas für sehr erfahrene Bastler und man benötigt das entsprechende Werkzeug wie Klemmpinzetten und SMD-Lötkolben dafür.

Zu Beginn war ich mit der Helligkeit der Blaulichter auf dem Dach nicht zufrieden. Dies wurde gut, als ich die Plexiglasattrappen der Blaulichter mit einem 1-mm-Bohrer aufgebohrt habe.

Auch bei diesem Fahrzeug lenkt ein Neodym-Magnet statt des Standard-Magneten.

Das Ensatzfahrzeug-Programm ist hier aktiv. Fährt das Fahrzeug über einen Magneten in der Fahrbahn (andere Einbaurichtung als Bus-Magneten), so werden die Einsatzleuchten eingeschaltet. Beim nächsten Magneten werden die Lampen wieder ausgeschaltet.

Video vom RTW (2,7 MB)

DC-Car Linienbus Bild 1

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